Im Holundergarten vom Wastlhof

DSC_0002

Die Verarbeitung von Holunder hat in unserem Betrieb bereits Tradition. Seit fast 30 Jahren erzeugen wir am Wastlhof in Aichlham einen Edelbrand aus den schwarzen Beeren, die auch Bestandteil der einschlägigen Superfood-Listen sind. Seit mehreren Jahren verwenden wir den schwarzen Holunder auch für Mischsäfte mit Äpfeln und Birnen. Weil nicht jedes Jahr ausreichend Holunder auf den Sträuchern rund um den Hof und in den umliegenden Wäldern verfügbar ist, unterliegt die Produktion relativ starken Schwankungen. Deshalb haben wir vor drei Jahren unsere Obstgärten um einen eigenen Holundergarten mit knapp 50 Bäumchen ergänzt. Gepflanzt haben wir Edelholunder der Sorte Haschberg.

Die Entstehung des Holundergartens

Die Auspflanzung erfolgte mit Setzlingen aus einjährigen Trieben, die seit drei Jahren und auch in den kommenden Jahren zu Holunderbäumen mit einer Stammhöhe von rund 1 Meter erzogen werden. Heuer haben wir den Schnitt und die damit verbundene Formierung Ende Februar vorgenommen.

Der Schnitt

Beim Schnitt halten wir uns grundsätzlich an die Regel, dass der Holunder am besten auf den einjährigen Trieben (unverzweigte Triebe aus dem Vorjahr) fruchtet. Es werden daher alle Äste, die sich im Vorjahr mit Fruchttrieben verzweigt haben, entfernt. Ansonsten greifen wir bei den Schnittmaßnahmen weniger auf Lehrbücher als auf eigene Erfahrungen zurück.

Verjüngung

Wird der Holunder über mehrere Jahre nicht verjüngt, entsteht ein ziemliches Gewirr aus Ästen und Zweigen, die immer kleinere und auch immer weniger Fruchtdolden tragen. Außerdem bilden sich immer weniger starke Jungtriebe.

Nicht immer halten sich die jungen Bäumchen an das Lehrbuch und an unsere Wünsche und Vorstellungen. Aber auch mit einem krummen Stamm wird der Holunderbaum schöne Früchte tragen.

Fegeschutz

Mit den heurigen Schnittmaßnahmen haben wir den Verbissschutz (Netz) für die Jungpflanzen durch einen Fegeschutz für die jungen Stämme ersetzt. Deshalb waren die Erhaltungsarbeiten heuer auch wesentlich aufwändiger als üblich. Der neue Baumschutz bringt auch eine wesentliche Erleichterung beim Mähen und Mulchen rund um die Bäume.

Holunder

Wir hoffen, dass es im Frühjahr und Sommer dann so ausschaut:

Wer liebt ihn nicht, den Duft der blühenden Holunderbäume im Frühling. Dann die Ernte der nahrhaften Holunderbeeren im Herbst – ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass uns die Arbeit in unserem Holundergarten Freude bereitet. Falls ihr noch Fragen dazu habt, lasst es uns gerne wissen.

Eure Fam. Hackmair

Fam. Hackmair - Wastlhof

Fam. Hackmair - Wastlhof

Helga und Josef erzeugen diverse Produkte aus der Obstverarbeitung. Von prämierten Edelbränden über Liköre, Spirituosen bis zu Obststäften und -most kann man bei ihnen alles erhalten. Außerdem bieten sie kommentierte Verkostungen am Hof, Hühner- & Wachteleier und saisonal auch Geflügel an.
Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

4 Gedanken zu „Im Holundergarten vom Wastlhof“

  1. Gratuliere, super Beitrag! Sehr ansprechend und professionell aufbereitet.
    Animiert mich dazu unsere „Hollerstauden“ in anderem Licht zu sehen und mal ordentlich zu pflegen !
    Wünsche kräftige Blüte und gute Ernte!
    Regina 😊

    Antworten
    • Hallo Regina!
      Danke auch im Namen von „Ohlsdorf ab Hof“ für die liebe Rückmeldung. Freut mich wenn ich Dein Interesse geweckt habe.
      Liebe Grüße auch an Karl,
      Helga & Josef

      Antworten
    • Hallo Dagmar und Horst,
      Danke für die freundlichen und aufmunternden Worte. Macht ja auch Freude in und mit der Natur zu arbeiten.
      Wäre schön, wenn Ihr euch regelmäßig auf der Plattform „Ohlsdorf ab Hof“ informiert.
      Liebe Grüße
      Helga und Josef

      Antworten

Schreibe einen Kommentar